deen
Suess Scharf
Man mag ja bei dieser Bezeichnung auf merkwürdige Gedanken kommen, dabei ist alles ganz harmlos. Die Aussage trifft zu, aber zur wirklichen Befriedigung muss noch Salziges, Saures, Herbes und Bitteres dazu kommen. Unser Körper mag das und benötigt es. Wir sprechen hier von einer ausgewogenen Ernährung, die die älteste Naturheilkunde der Welt - der Ayurveda - uns empfiehlt. Erfahrene Ayurvedaärzte gehen davon aus, dass jeder Mensch einen wesentlichen Beitrag zu seiner Gesundheit leisten kann, wenn er sämtliche Geschmacksrichtungen in jeder Mahlzeit vereint und zusammen geniesst.


Die ayurvedischen Geschmacksrichtungen

Das klingt für uns westliche Menschen kompliziert und gar nicht einladend. Ganz vereinfacht könnte das zum Beispiel so aussehen: Reis, Gemüse und eventuell ein köstliches Chutney, in dem alles vertreten ist. Für Menschen in Asien gelingt der Gleichklang aufgrund der dortigen Ernährungsgewohnheiten spielend und ohne grosses Nachdenken. Mit ein paar Informationen schaffen wir das hier im Westen aber auch, einfach und mühelos.

Wenn wir beachten, welches Lebensmittel zum Beispiel die Geschmacksrichtung süß beisteuert, verstehen wir mehr. Wir mögen vielleicht an Zucker denken, aber auch andere Nahrungsmittel sind laut dem traditionellen Ayurveda süß: Kartoffeln, Reis, Nüsse, Bananen, Birnen, Feigen oder süße Milchprodukte, um nur ein paar zu nennen. Die vollständige Auflistung kann guten Ayurveda Büchern entnommen werden. Auch Salziges ist uns vertraut - da fällt jedem selber etwas dazu ein. Scharfes kommt uns leicht in den Sinn: Pfeffer, Chilie, Basilikum, Kresse und auch Paprika sind neben viel Anderem gut geeignet es uns richtig heiss zu machen. Sauer ist auch nicht so schwierig, lässt sich gut nachvollziehen und umsetzen. Sauerkraut, Buttermilch, Essig, Pickles - die Liste lässt sich leicht ergänzen. Bittere Nahrungsmittel sind in der neuen leichten Westküche reichlich vorhanden und sind in den letzten Jahren noch beliebter geworden: Radicchio, Chicorée, Rhabarber oder Endivie schmecken und tun uns gut. Zahlreiche herbe Nahrungsmittel finden sich sowieso auf unserem Speisezettel wieder, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.Walnüsse, Spinat, Salbei, Buchweizen. Äpfel oder auch einzelne Kohlsorten sind herb und gleichzeitig zusammenziehend.

Gut gemixte Ayurvedaküche

Bei Betrachtung der genannten Nahrungsmittel ist es auf einmal einfach, sich ein ideales, perfekt gemischtes Menü auszudenken. Es ist tatsächlich befriedigend, alle sechs Geschmacksrichtungen zu vereinen - aber es ist noch soviel mehr. Im Ayurveda wird jedes Nahrungsmittel als Medizin betrachtet. Also bleibt jetzt zu sehen, welche Wirkungen unsere perfekt gemischte Ayurvedaküche erzielt - ganz nebenbei und ohne, dass wir uns dessen bewusst sind. Herbe Elemente fördern die Verdauung und entwässern. Scharfes regt den Stoffwechsel an und reinigt. Bitter baut Fett ab und schubst die Verdauungsenzyme an. Saure Lebensmittel regen den Appetit an und aktivieren den Stoffwechsel. Süßes nährt und gibt Stabilität. Salziges wirkt positiv aus das Nervensystem und tut Gutes für unseren Wasserhaushalt. So viele wünschenswerte Wirkungen - ausgelöst durch eine gut kombinierte und wohlschmeckende Mahlzeit - das schafft nur die wunderbar ausgewogene und leckere Ayurvedaküche. Gute Anregungen holen sich alle Ayurveda Kurgäste, die auf Sri Lanka ein traditionelle Kur erleben. bekannt für eine ausgezeichnete und optisch schön aufbereitete Ayurvedaküche ist das UTMT Resort im herrlichen Süden Sri Lankas.