Kueche Ayurveda
Jeder Küchenchef bemüht sich, seine Gäste zu verwöhnen, sie zufrieden zu stellen und Ihnen Kulinarisch Gutes zu tun. Das ist nichts Aussergewöhnliches. Doch jeder Koch- und Küchenprofi stellt dabei andere Merkmale, andere Maßstäbe in den Vordergrund. Da geht es nicht nur um Geschmack, sondern auch um die optische Präsentation, die Form der Zubereitung und vieles andere mehr. Der Ayurveda und sein Wissen um das Leben und die Lebenszusammenhänge hat in unserer Gesellschaft breiten Raum eingenommen. Da ist es doch einmal interessant, was eigentlich die ayurvedische Küche auszeichnet oder gar besonders macht. Gibt es Unterschiede zu anderen Küchensystemen, wenn ja, welche ?

Liebevoll, frisch und mit sechs Geschmacksrichtungen

Es beginnt ganz banal, womit ayurvedische Küchenprofis ihre Aufzählung beginnen. Drei Mahlzeiten pro Tag werden da empfohlen, mit frischen Zutaten und liebevoll zubereitet soll es sein. Das klingt bis hierher akzeptabel, aber nicht aussergewöhnlich. Weiter heisst es da, die Kost soll gut bekömmlich sein, sie soll anregend sein für die Sinne, duftend, vitalstoffreich und von gutem Geschmack. So weit so gut - aber jetzt wird es doch interessant : Die Ayurvedaküche kennt keine festen Regeln und auch keine einheitliche Diät. Und hier wird es spannend. Angeblich isst der Mensch was er isst, weil ihm seine ureigene Konstitution und seine Bedürfnisse ihm das vorgeben. Laut Ayurveda soll sich jeder die Zeit nehmen in sich hinein zu hören und sich innerlich zu erforschen - warum er gerade Lust auf etwas Bestimmtes hat, warum er gerade etwas gar nicht mag und was ihm trotz Heisshunger eigentlich gar nicht bekommt.

Richtig essen durch ayurvedische Innenschau

In sich hinein hören? Was kann man da wahrnehmen und hören? Heisshunger auf Süßes, wann und warum? Schwach im Laufe des Tages und das Bedürfnis zu essen? Der nötige Schwung fehlt, was tut mir dafür gut? Wann bekomme ich immer mehr Hunger? Heute brauche ich es scharf - wieso? Viele Fragen, die Lust machen, die passenden Antworten zu hören. Der Ayurveda scheint über ein umfangreiches Know How zu verfügen. Heisshunger entsteht oft durch ein mentales Ungleichgewicht, das leicht durch Nüsse, Datteln etc ausgeglichen werden kann. Wenn meine Energie am Nachmittag abnimmt, geniesse ich besser einen Gewürztee mit Milch und Zucker, als starken Kaffee. Scharfes Essen und ein bisschen Bewegung ersetzen den Mittagsschlaf - alles so einfach?

Die Kochprofis wissen noch mehr: Sechs Geschmacksrichtungen müssen immer dabei sein, sonst fehlt dem Körper etwas. Optimal scheint diese Speisenfolge zu sein - Süß und warm gehts, damit wird schnelle Energie gespendet bei einer guten ayurvedischen Mahlzeit. Dann gehts weiter mit Sauer und Scharf. Ganz am Ende gibt es dann Bitteres und Herbes, weil es die Verdauung anregt. Klingt logisch. Durch diese Art der Komposition werden alles Doshas, die Lebensenergien, angeregt und harmonisiert. Der Ayurvedakoch setzt eine Mahlzeit also in Form von passenden Bausteinen zusammen, um den Körper gesund zu erhalten. Wenn dann auch noch die Jahreszeiten berücksichtigt werden und auf die unterschiedlichen Konstitutionstypen eingegangen wird, kann schon fast nichts mehr schief gehen. Klingt ein bisschen kompliziert, soll aber ganz einfach sein. Zum Glück gibt es Profis, die uns täglich das optimal passende Menü zusammenstellen und liebevoll zubereiten. So gesehen im Ayurveda Resort Eva Lanka auf Sri Lanka. Wer die Grundregeln noch nicht verinnerlicht hat, macht einfach einen kleinen Ayurveda Kochkurs und schon ist alles im grünen oder vielmehr gesunden Bereich.