Sri Lanka
In der vergangenen Wochen wurden Sri Lanka Reisende aufgeschreckt durch Meldungen in den Medien, dass die Insel im Indischen Ozean vom Dengue-Fieber heimgesucht wird.
Dengue Fieber tritt alljährlich in allen tropischen Ländern auf - einige Zeit nachdem es starke Regenfälle gab. Die tagaktive Mücke, die Dengue Fieber übertragen kann, liebt kleine stehende Wasserreste, um ihre Eier abzulegen. Nachdem es in diesem Jahr heftig um Colombo herum und im westlichen Gebirge geregnet hatte, war vorauszusehen, dass die Mücke auch diesmal wieder zuschlägt - in den betroffenen Regionen.
Nachdem wir heutzutage alle an Differenzierung, exakter Information und richtiger Einordnung interessiert sind - muss betont werden, dass ausschliesslich im Hinterland von Colombo und in der Gegend um Ratnapura Menschen an Dengue erkrankten. Ansonsten bestand nirgendwo Gefahr. Es sind zwei Regionen des Landes betroffen, in die Touristen normalerweise gar nicht kommen. Im Süden, es handelt sich dort um die trockenste Region des Landes, war sowieso alles in Ordnung und in den betroffenen zwei Gebieten ist auch wieder der Normalzustand eingekehrt.


Also: für Reisende gab und gibt es keinerlei Grund sich zu sorgen.

Für alle, die mehr dazu wissen wollen:
Im Land, auf Regierungsebene muss man sich sehr wohl Sorgen machen! Es ist bekannt, dass sich Dengue vorwiegend in schmutziger und ungepflegter Umgebung verbreitet. Wenn Dengue jährlich ausbricht, dann immer in Slums oder Gegenden, in denen sich die Menschen wenig um ihre direkte Umgebung kümmern.
Wasservolle Behälter werden nicht ausgeleert, Müll liegt überall - ideal, um Wasser aufzufangen…
Von Seiten der Regierung wird viel getan, um den Notstand zu beheben. Nach Regenzeiten gehen Regierungsbeamte von Haus zu Haus und fordern die Bewohner auf, Müll zu entsorgen, Wasser auszuleeren, etc. Jedoch gerade in den immer wieder betroffenen Gebieten, kümmert sich niemand um diese Hinweise. In allen touristischen Gegenden und in gepflegten Wohngebieten ist es selbstverständlich, dass immer dafür gesorgt wird, dass niemals Restwasser stehen bleibt. Daher sind diese Bereiche nicht betroffen.
Zudem kommt: wenn erst einmal Denguefälle auftreten, wissen sich die Armen kaum zu helfen und suchen keine Ärzte auf. In schweren Fällen ist aber ärztliche Hilfe nötig, um die Flüssigkeitsverluste durch Infusionen schnellst möglich auszugleichen. Auch Impfstoffe gibt es mittlerweile, die jedoch die Menschen in den Slums nicht beanspruchen. Die Krankheit hat auch zu tun, mit einem geschwächten Immunsystem und einem schwachen Organismus. Daher sind vorwiegend Kleinkinder und alte Menschen betroffen.

Langfristige Hilfe wäre möglich, durch die Unterstützung verarmter Regionen, Auflösung der Armenviertel, mehr Informationen und Anregungen mehr Verantwortung zu übernehmen. Dies ist in einem Entwicklungsland wie Sri Lanka jedoch extrem schwer und dauert ewig.

Es bleibt der Wunsch, dass auch die arme Bevölkerung lernt, sich um Gefährdungen zu kümmern und dass es die Regierung schafft, die Ärmsten der Armen zu fördern und neue Lebenswege aufzuzeigen.